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Unsere Orgel ist eine Schmahl-Orgel

Auch Orgeln haben ihre Geschichte. So fragt sich mancher Kirchenbesucher, wie denn die prächtige Rokoko-Orgel in den sachlich-nüchternen Sakralraum von St. Andreas kommen mag.

Orgel St. Andreas Georg Friedrich Schmahl (1700-1773), geboren in Heilbronn, seit 1731 Bürger von Ulm, baute dieses Instrument 1737 für die Heilig Geistkirche im Paritätischen Spital am Roten Tor zu Augsburg. Die Stiftungsräte forderten bald nach Fertigstellung eine "Verstärkung" der Orgel, die Schmahl 1754 um 788 Gulden ausführte.

Mit der Säkularisation kamen schwere Zeiten auf. Die Kirchengemeinde wurde 1815 aufgelöst, die Kapelle wesentlich verkleinert und die ursprünglich freistehende Orgel als Brüstungswerk auf die Empore gezwängt. Das Instrument verfiel, wurde unspielbar und erlitt beim Luftangriff auf Augsburg im Februar 1944 weitere schwere Schäden.

Die Bestrebungen, die Orgel originalgetreu zum Sprechen zu bringen, führten schließlich zum Erfolg, als die junge St. Andreas Gemeinde ein tüchtiges Instrument suchte. So begann die Instandsetzung (Fa. Rudolf Kubak) des kostbaren Instrumentes, von dem man annimmt es sei das einzige original Besetzte des Erbauers.

Das behutsame Herausschürfen der Intonation brachte die größte Überraschung: Hier zeigt sich in natürlicher Frische eine konsequent gemachte, süddeutsche Orgel, die ihre alemannische-elsäßische Schule nicht verleugnet, aber auch ihren italienischen Einfluß kennt. Klangfülle, Farbe, Ansprache und die ungleichstufige Stimmung machen die Orgel zu einem sehr interessanten Klangkörper, der sich sowohl im Dienst an der Gemeinde, als auch bei zahlreichen Konzerten bewährt hat.

Weitere Informationen finden Sie auch auf dem Orgelportal:
http://www.orgel-information.de/Deutschland/A/au-az/augsburg_andreaskirche_a-herrenbach.html